Ausbildung „Verbrennen und Löschen“

–LÖSCHEN MIT SCHAUM–

Am Freitag, den 13. September hatte die Ortsfeuerwehr Geismar die Möglichkeit in ihrem Ausbildungsdienst mal mit Schaum arbeiten zu können. Dafür sind wir mit allen Fahrzeugen und einer Stärke von 1/27 zum Klärwerk am Rinschenrott gefahren. Dort hatten wir die Möglichkeit an einem Vorflutbecken mit einem Fassungsvermögen von rund 6.000 Kubikmetern zu üben. Um einmal den Unterschied verschiedener Rohre zu üben kamen  ein Schwerschaum- und ein Mittelschaumrohr sowie auch ein Hohlstrahlrohr an diesem Tag zum Einsatz. Als Zumischer wurde ein Z2 verwendet, der eine Durchflussmenge von 200 l/Min. hat.  Es war vom Klärwerk sehr entgegenkommend, dort üben zu dürfen, da man beim Löschen mit Schaum vieles verkehrt machen kann. Die falsche Wahl des Rohres, oder eine falsche Berechnung der Zumischung und ein zu hoher Ausgangsdruck, um nur einige Beispiele zu nennen, können dazu führen, nicht den gewünschten Löscherfolg zu erzielen. Auch wichtig ist, nicht gleich auf das Brandgut „draufzuhalten“, sondern die ersten Stöße seitlich zu setzen, bis sich das Wasser/Schaumgemisch richtig gebildet hat. Auch sollte man beim Schwerschaumrohr möglichst seitwärts löschen, damit das Gemisch an Wänden oder ähnliches herunterlaufen kann.  Bei Flüssigkeitsbränden nie direkt auf das Brandgut halten, sondern ebenfalls seitlich oder von oben löschen, um das „wegspritzen“ der Flüssigkeit zu vermeiden. Schwerschaum wird meistens bei Flüssigkeitsbränden eingesetzt. Auch schwer zugängliche Stellen bei eingestürzten Gebäudeteilen lassen sich damit erreichen. Mittelschaum wird wiederum gerne bei Fahrzeugbränden verwende, um einer Rückzündung entgegen zu wirken. Hier ist aber der Nachteil der Leichtigkeit des Schaums zu beachten, der durch Wind- oder Thermikeinflüsse leicht weg geweht werden kann. Um das alles in der Praxis durchführen zu können, gilt es hier noch einmal einen großen Dank an die Verantwortlichen des Klärwerks auszusprechen, die uns dieses ermöglicht haben.

(Fotos: Thomas Kleinhans)