☎ 112
Im Rahmen der Ausbildung an unserem Freitagsdienst sind wir an das Thema „Atemschutznotfälle“ herangegangen. Zusätzlich hierzu hatten wir dann am folgenden Samstag auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr bzw. im Gebäude des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Göttingen eine 3-Stationen-Ausbildung mit 14 Einsatzkräften und 3 Ausbildern.
Wir hoffen natürlich, dass ein Atemschutznotfall so wenig wie möglich auftritt, aber wenn, dann muss alles sitzen. Die Gefahren für einen Atemschutztrupp sind u.a. Luftprobleme, ein medizinischer Notfall, Ein- bzw. Absturz, Orientierungslosigkeit oder ein technischer Defekt. Auch ein „Aufschwitzen“ der Maske durch Schweiß bei sehr hohen Temperaturen kann zu einem Notfall führen. Vorbeugen bzw. vermeiden kann man das alles durch gründliches Anlagen der PSA, Kurzprüfung der Maske vorm Einsatz, Tauglichkeit und Fitness beachten, sorgfältiges und vorsichtiges Vorgehen (Seitenkriechgang), ein Trupp sollte sich nie trennen und immer für einen gesicherten Rückweg (Schlauchleitung und Leine) sorgen. Zusätzlich gibt es ja auch die Atemschutzüberwachung, die den Trupp auf Luftvorrat und die Zeit überwacht.
Sollte es dann wirklich mal zu einem Notfall kommen, läuft es wie folgt ab. Über Funk kommt ein Notruf: „Mayday, Mayday, Mayday, Funkrufname, Standort, Lage, Mayday kommen. Funkspruch bestätigen und ggf. Rückzug anordnen. Ist dieses nicht mehr möglich, dann den Sicherungstrupp mit der Sicherheitstrupptasche auf den Weg schicken und möglichst Rufgruppe bzw. Funkverkehr freihalten, falls noch weitere Meldungen des Notfalltrupps kommen. Die Materialien der Sicherheitstrupptasche sollte jede Einsatzkraft blind kennen und wissen wo diese in der Tasche zu finden sind. Der Sicherheitstrupp triff dann die Entscheidung, ob Sofortrettung oder schonende Rettung mit einem „Rescue Patch“ (ähnlich einer Fluchthaube). Die drei Stationen waren Training mit der Sicherheitstrupptasche. Hier wurde z.B. das Umstecken von der Luftversorgung an die Flasche aus der Sicherheitstrupptasche oder das Retten mit dem Rescue Patch. Die nächste Station war die richtig Rettung mittels Axt durch die Gurtöffnungen oder per Bandschlinge. Die dritte Station war das richtige Ausziehen der verunfallten Person nach der Rettung. Erst wird der Helm vorsichtig abgesetzt, dann die Maske abgenommen, die Jacke geöffnet und dann an den Hosenbeinen ziehen, damit die Jacke sich vom Körper löst.
Das Erlernte wurde dann noch eine Woche später in einer richtigen Übung an der Verwaltungsstelle und auf dem Hof der Feuerwehr überprüft.
(Fotos: Thomas Kleinhans / 4 x Niklas Teune)












