Die Bombe, die keine war — Ortsfeuerwehr Geismar unterstützt Evakuierungsmaßnahmen

Bei Bauarbeiten Anfang Oktober am Göttinger „Schützenanger“ wurde ein verdächtiges Objekt geortet, sodass der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen hinzu gezogen werden musste. Nach Ansicht des Sprengmeisters könnte es sich um einen 500 kg Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. Daraufhin wurde für Samstag, den 12. Oktober eine großräumige Evakuierung veranlasst. In einem Radius von 1.000 Meter um die Fundstelle mussten rund 14.700 Menschen ab 07.00 Uhr ihre Häuser verlassen. Betroffen hiervon waren auch 1.400 Geschäfte und Betriebe. Die OF Geismar traf sich um 06.00 Uhr morgens zur Einteilung und Verpflegungsaufnahme. Um 06.40 Uhr fuhren wir mit all unseren Fahrzeuge (zusätzlich kam noch der GW-L der BF hinzu) und einer Stärke von 1/29 zum Sammelplatz am Hagenweg. Bevor die Kräfte der OF Geismar bei den Evakuierungsmaßnahmen unterstützten konnten, wurde von uns direkt an der Einsatzstelle noch eine Wasserversorgung mit 2 B-Leitungen vom Maschmühlenweg quer über den Maschparksportplatz aufgebaut. Zusätzlich wurde noch Beleuchtungsgerät direkt an die Baugrube gebracht. Nachdem diese Arbeiten erledigt waren, übernahmen wir mit den Ortswehren Elliehausen und Nikolausberg die Evakuierung im Bereich „Blümchenviertel“, d.h. alle Straßen um die „Pfalz-Grona-Breite“ herum. Nachdem in diesem Bereich die Evakuierung gegen 11.30 Uhr abgeschlossen war, ging es wieder zurück zum Feuerwehrhaus Geismar zur Bereitschaft und abwarten was da denn so noch auf uns zukommt. Gegen 14.00 Uhr kam dann aber die Entwarnung vom Sprengmeister. Es handelte sich nicht um eine Bombe, sondern nur um ein völlig verrostetes, in Einzelteilen zerlegtes Fass. Nachdem wir unsere Materialien vom Morgen wieder abgebaut und aufgenommen hatten, war auch für uns der Einsatz gegen 16.00 Uhr beendet.

(Fotos: Thomas Kleinhans)

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Datum: Samstag, 12. Oktober 2019 6:00
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