Ausbildungsdienst „Wasserrettung (Teil 2)“ am Göttinger Kiessee

An diesem Freitagabend folgte nach dem Freibadbesuch im Teil 1 am 16. August nun Teil 2 der Ausbildung „Wasserrettung“, aber dieses Mal am Göttinger Kiessee. Mit dabei waren 3 Kameraden der Ortsfeuerwehr Elliehausen mit Ihrem RW2, auf dem ein Schlauchboot verlastet ist. Wir waren mit insgesamt 21 Kräften vor Ort. Unser Kamerad Paul Neisen erklärte sich bereit, die zu rettende Person zu spielen. Damit Ihm zu dieser Jahreszeit nicht zu kalt wurde, haben wir Ihn in einen Überlebensanzug „verpackt“. Todesmutig stürzte sich dann Paul für uns in die Fluten des Kiessees und wartete auf seine „Rettung“. Bei einem Ernstfall sollten die Retter von Ihrer Einsatzkleidung so wenig wie möglich und doch so viel wie nötig anhaben. Am Schlauchboot sollte möglichst eine Sicherheitsleine befestigt werden, damit vom Ufer her die Rettungsmaßnahmen unterstützt werden können (z. B. ran ziehen des Schlauchbootes zum Ufer). Um mehr Fläche zur Person zu bekommen, sollte man sich möglichst von der Seite der Person nähern. Danach wird der Person ein Schwimmring oder ein Rettungsring zugeworfen und dann versucht, Ihn zu zweit rückwärts ins Boot zu hieven. In drei Durchgängen haben mehrere Kräfte versucht, sich der Person zu nähern und Ihn dann ins Boot zu heben. Was in der Theorie sich eigentlich gut anhört, ist dann in der Praxis doch relativ schwierig zu händeln. Doch genau dafür sind solche praktischen Ausbildungsdienste wichtig. Anschließend haben wir noch versucht im Leinetal, in Höhe der Firma Mahr, eine in der Leine treibende Person zu retten. Dafür sollte eine Leine über die Leine gespannt werden, an der die Person hängen bleiben sollte und durch das schräge Versetzen der Fangleine dann ans Ufer getrieben wäre. Hört sich auch wieder einfach an, ist es aber nicht. Es gab schon Schwierigkeiten an diesem unwegsamen Ufer eine Leine auf die andere Seite des Flusses zu befördern. Nach mehreren Fehlversuchen gelang es uns doch noch, aber die Person (Puppe) blieb leider nicht an der Fangleine hängen. Durch die anhaltende schlechte Wetterlage haben wir dann weitere Versuche abgebrochen. Ein Grund, dieses auf jeden Fall noch mal nachzuholen.

(Fotos: Thomas Kleinhans / 2 x Marvin Struck)